Der Chihuahua - ein Rasseportrait

20.02.2018

Der 15-23 cm große Chihuahua sollte nicht weniger als 500 g und nicht mehr als 3 kg Gewicht auf die Waage bringen. Die sowohl langhaarige als auch kurzhaarige Version ist in allen Farben eine beliebte Hunderasse.

Der Gesellschafts- und Begleithund ist in der 9. FCI-Gruppe zu finden. Der ursprünglich aus Mexiko stammende kleine Hund diente als Haushund. Aufgrund seiner leuchtenden Augen und seines rundlichen Kopfes wurde der Chihuahua sehr verehrt. Er musste dem Häuptling sogar bis in den Tod folgen, um ihm den rechten Weg ins Paradies zu zeigen.

Einmal von einem Chihuahua ins Herz geschlossen, kann man sich immer auf seine Zuneigung verlassen. Auch wenn er nicht gerade der intelligenteste unter seinen Artgenossen ist, weiß er sehr schnell, wie man Menschen für sich gewinnt. Kindern und unbekannten Lebewesen - egal ob Hund oder Mensch - tritt er vorerst einmal eher skeptisch gegenüber auf. Hat er jedoch erkannt, wo es etwas zu holen gibt, geizt er nicht mit seinen Reizen. Dazu zählen der Einsatz seiner großen Augen, aus denen er sogar eine "Träne" drücken kann, wenn es sein muss, aber auch sein Bedürfnis auf sich aufmerksam zu machen mithilfe der unmöglichsten Geräusche, die ein Hund .vorzubringen vermag.

Trotz seiner kleinen Statur ist sein Hunger unsagbar groß. Um diesen zu stillen ist er bereit, - fast - alles mitzumachen. Daher eignet er sich hervorragend, um kleine Kunststückchen einzuüben. Er ist sehr lernwillig und nicht nur dank seiner kleinen Statur ein Begleiter, der überall hin mitgenommen werden kann. Denn sein ausgeprägtes Ruhe- und Kuschelbedürfnis sorgt dafür, dass er in seinem Täschchen oder im Schoß gerne schläft, wenn der Besitzer einmal keine Zeit für Beschäftigung hat. Dankbar in der Nähe seines Halters sein zu dürfen, kann er einige Stunden, wenn es sein muss, liegend verbringen. Er hat auch keine Probleme für einige Stunden alleine zu sein.

Öfters liest man von dem großen Mut des kleinsten Hundes der Welt, was vermutlich daher rührt, dass er den Angriff als beste Verteidigung sieht. Bellend stürzt er sich auf einen vermeintlichen Eindringling. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich hinter diesem lauthals kundgetanen Unmut eigentlich eine Furcht vor dem Gegenüber verbirgt. Denn obwohl er vorstürmt und die Zähne zeigt, habe ich in den seltensten Fällen beobachtet, dass er seinen Körper einsetzt, um andere in die Flucht zu schlagen.

Wenn du einen Hund suchst, der nicht bei jedem Geräusch anschlägt und der Eindringlinge abschrecken soll, ist er sicherlich die falsche Wahl. Suchst du hingegen einen Hund zum Kuscheln, der dich problemlos überallhin begleiten kann, wirst du schwer einen besseren finden.